Essen ist ein landwirtschaftlicher Akt.
Wiesbaden, 20. April 2011
Das ist einer der Hauptpfeiler der Philosophie des internationalen Nonprofit-Vereins Slow Food.
Slow Food wurde 1986 in Italien als Antwort auf die Ausbreitung des Fast Food gegründet. Man befürchtete den Verlust der Esskultur und Geschmacksvielfalt – für die Italiener schon seit jeher ein bisschen wichtiger als für andere. Heute ist Slow Food eine weltweite Bewegung. In der Schweiz unterstützen rund 3.000 Personen die Philosophie des Vereins. In verschiedenen Regionen setzen sich in insgesamt 17 lokalen Mitgliedergruppen, „Convivia“ genannt, dafür ein, dass die biologische Vielfalt von Lebensmittel erhalten bleibt. In verschiedenen Initiativen werden nachhaltige, traditionelle und lokale Lebensmittelproduktionen unterstützt. So soll verhindert werden, dass gewachsene Kleinstrukturen und altes Wissen über Nahrungsmittel verloren gehen. Der faire Handel wird gefördert und gentechnisch veränderte Lebensmittel abgelehnt. Auch Corina Gyssler, Kommunikationsbeauftragte Konsum vom WWF Schweiz betrachtet die Grundsätze positiv: „Slow Food achtet darauf, dass traditionelle Verarbeitungsmethoden gefördert und nicht abgeschafft werden. Dies fördert das Bewusstsein der Konsumenten für Lebensmittel aus der Region.“
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