Marktanreizprogramm Erneuerbare Energie (MAP) steht nach Informationen aus dem Bundesumweltministerium kurzfristig vor einem Bewilligungsstopp.

Wiesbaden, 07. April 2010

Das zentrale Förderinstrument für Erneuerbare Energie im Wärmebereich, das Marktanreizprogramm Erneuerbare Energie (MAP) steht nach Informationen aus dem Bundesumweltministerium kurzfristig vor einem Bewilligungsstopp.

Bedingt durch eine kurzfristig erfolgte Fördermittelkürzung von 20 Mio. Euro sowie eine Haushaltssperre über weitere 115 Mio. Euro stehen kurzfristig keine ausreichenden Mittel zur Verfügung.

Bundesumweltminister Röttgen hat erst kürzlich hervorgehoben, dass das MAP im Jahr 2009 Investitionen von 3 Milliarden Euro initiiert hat – und dies mit einem Förderansatz von lediglich rund 400 Mio. Euro. Mit diesen Investitionen sind zusätzliche Steuereinnahmen z.B. aus der Mehrwertsteuer, vor allem aber die Sicherung von Zehntausenden Arbeitsplätzen in mittelständischer Industrie und Handwerk verbunden. Dies zeigt deutlich, dass das Marktanreizprogramm weiter gestärkt werden muss, um einen dynamischen Ausbau der Erneuerbaren Energien im Wärmebereich zu erreichen.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass bei einem Stop-and-go der Förderung geplante Investitionen zeitlich aufgeschoben werden, bis wieder Fördermittel zur Verfügung stehen. Heizungsbesitzer warten ab, ob sich die Förderbedingungen zu ihren Gunsten ändern. Die Folge ist ein dann ein vollkommener Markteinbruch. Für die Unternehmen der Branche wäre dies nach dem schwierigen Vorjahr existenzgefährdend.

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